Willkommen bei Spinhenge@home!
Vielen Dank für das Interesse an diesem Projekt!
Spinhenge@home nutzt die nicht verwendeten Prozessor-Resourcen Ihres Computers. Dies auch, wenn Ihr Bildschirmschoner aktiv ist. Sie sehen dann eine Grafik von uns anstatt der von Windows. Damit unterstützen Sie aktiv die Forschung an nanomagnetischen Molekülen. Diese Moleküle sollen später einmal für kleinste Speicher oder in der lokalen Tumorchemotherapie ihren Einsatz finden.
Über das Projekt
Was ist Spinhenge@home?
Spinhenge@home wurde geboren, als ich (Thomas Hilbig) meinen Professor nach einem Themenvorschlag für meine Diplomarbeit fragte. Mein Professor bot mir an, die statistischen Berechnungen für Spin Dynamics mittels verteiltem Rechnen zu realisieren. Die Grundlage hierfür sollte BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) sein. Also habe ich ein wenig nach BOINC 'gegoogelt'. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte, was auf mich zukommt, habe ich mich entschlossen die Diplomarbeit zu machen.
Allgemeines
Spinhenge@home-Workunits haben Zeit-, Hauptspeicher- und Speicher- Anforderungen, die Abhängig von der Größe des zu berechnenden Moleküls sind. Workunits mit höheren Anforderungen ergeben entsprechend mehr Credits.
Wir stellen im Moment eine Windows und Linux Version unserer Applikation zu Verfügung. Es ist allerdings geplant, auch noch eine MacOS Version zu entwickeln. Unsere Applikation heißt "metropolis". Sie liegt in verschiedenen Versionen (2.31, 2.32, ...) vor.
Wem nutzt Spinhenge@home?
Im Forschungsgebiet "Nanotechnologie", im Bereich "Molecular Magnets: Controlled Nanoscale Magnetism", das vom amerikanischen Energieministerium (DOE) geförderten interdisziplinären Großforschungsprojekts, arbeiten Physiker, Chemiker, Mathematiker und Ingenieure daran, molekulare magnetische Materialien technologisch nutzbar zu machen. Hierbei ist es notwendig mathematische Berechnungen durchzuführen. Da diese Berechnungen sehr zeitaufwendig sind, bietet es sich an, diese auf mehreren Computern gleichzeitig durchführen zu lassen.
Warum soll man sich an gerade dieser Simulation beteiligen?
Die Nanotechnologie wird in allen Industrienationen als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts gefeiert. Insbesondere für die Elektronik der Zukunft erhofft man sich hierbei bahnbrechende Innovationen. Nanotechnologie lebt von der Vision, Materie gezielt auf atomarer Skala kontrollieren zu können. Während dies in vielen Fällen noch ein Wunschtraum ist, hat die gezielte Synthese maßgeschneiderter magnetischer Moleküle mittlerweile einen Reifegrad erlangt, der es erlaubt, beinahe ohne Einschränkung, aber mit überraschender Systematik beliebige magnetische Moleküle im Rahmen eines "Chemical Engineering" zu konstruieren. Mit Hilfe dieser magnetischen Moleküle sollen in Zukunft neuartige nanomagnetische Anwendungen, wie hochintegrierte Speicherbausteine oder winzige magnetische Schalter entwickelt werden. Darüber hinaus werden auch Anwendungen in der Medizin (z.B. lokale Tumorchemotherapie) und der Biotechnologie anvisiert. Im Rahmen dieses Projekts werden in Zusammenarbeit mit den Universitäten Osnabrück und Bielefeld und dem Ames Laboratory in Ames, Iowa, USA umfangreiche numerische Simulationen zu den physikalischen Eigenschaften magnetischer Moleküle durchgeführt. Dabei geht es insbesondere darum, neue, hinsichtlich ihrer Eigenschaften viel versprechende Strukturen aufzufinden, die den Chemikern quasi als Vorlage zur Synthese entsprechender neuartiger Moleküle dienen sollen. Erst kürzlich konnte auf diese Weise eine Struktur gefunden werden, die einen winzigen magnetischen Schalter darstellt (siehe Bild).
Wer betreibt Spinhenge@home?
Spinhenge@home ist ein Projekt der Fachhochschule Bielefeld Fachrichtung Informationstechnik (FB2). Ansprechpartner ist zum Einen Prof. Dr. rer. nat. Christian Schröder vom Lehrstuhl für Angewandte Mathematik und Naturwissenschaften, zum Anderen Dipl.-Ing. (FH) Thomas Hilbig.