Einstellungen und Statistiken
Kontoeinstellungen:
1. projektübergreifende Einstellungen
2. projektspezifische Einstellungen
3. ortsabhängige Einstellungen
4. Account Management Systeme
5. Credits
6. Teams
7. Statistikseiten
1. projektübergreifende Einstellungen
Die Einstellungen für das Konto können auf jeder Projekt-Webseite, auf der man angemeldet ist, vorgenommen werden. Es gibt zwei Arten von Einstellungen:
projektübergreifende Einstellungen
projektspezifische Einstellungen
1.1. projektübergreifende Einstellungen
Diese Einstellungen gelten für alle Projekte, bei denen Sie angemeldet sind.
Einen wichtigen Punkt zum Verständnis sollte man hier auf jeden Fall wissen. Auch projektübergreifende Einstellungen können auf jeder Projektseite geändert werden. Wie also weiss der Client, welche Einstellungen er berücksichtigen soll?
Verbindet sich der Client zu einem Projekt, so schaut er, ob es dort neue "general preferences" gibt. Findet er welche, so aktualisiert er seine Einstellungen und sendet die aktuellsten Einstellungen an alle auf diesem Client registrierten Projekte weiter, sobald er das nächste Mal Kontakt mit ihnen hat.
Welche Folgen hat dies nun?
Eine Änderung der übergreifenden Einstellungen bei einem Projekt, das im Client nicht angemeldet ist, hat erst Auswirkungen, sobald der Client mit diesem Projekt verbunden ist.
Es wird immer die zeitlich neueste Änderung übernommen.
Die Änderungen werden erst übernommen, wenn der Client das nächste Mal Kontakt mit dem Projekt hat
Schauen wir uns nun die Einstellungen anhand von SETI@home an. Man findet diese normal über den Link "Your Account" -> "View or edit general preferences" auf den Projekt-Webseiten:

Wann wird berechnet (Processor usage)?
Soll berechnet werden, wenn der Computer von einer Batterie versorgt wird?
Soll berechnet werden, während der Computer aktiv genutzt wird (Anmerkung: die Priorität des Berechnungsprozesses ist sehr niedrig und stört nahezu gar nicht, Ausnahmen können ältere Computer sein)
Wird nur berechnet, wenn der Computer nicht aktiv genutzt wird, so kann hier festgelegt werden, nach wie vielen Minuten Leerlaufzeit die Berechnung starten soll
Analog dazu kann hier eine festgelegte Zeitspanne angegeben werden, in der Berechnungen laufen sollen
Wird zwischen verschiedenen Projekten auf einem Client umgeschaltet, so kann hier festgelegt werden, ob die anderen angefangenen WUs im Speicher behalten werden sollen
Hier kann ein Richtwert eingegeben werden, nach wie vielen Minuten ein Wechsel zwischen Projekten erfolgen soll.
Für Computer mit mehreren Prozessoren kann hier die maximale Anzahl der Prozessoren, die genutzt werden sollen, festgelegt werden
Wie wird die Festplatte und der Speicher genutzt?
Feste Grenze für die Festplattennutzung des Clients in GigaByte
Festplattenplatz, der mindestens frei bleiben soll in GigaByte
Prozentuale Obergrenze für in Festplattennutzung im Verhältnis zur Kapazität
Wie oft soll maximal vom Speicher auf die Festplatte geschrieben werden
Prozentuale Obergrenze für die Nutzung des virtuellen Speichers
Wie soll die Nutzung der Internetverbindung aussehen?
Wie oft soll sich der Client zu den Projekten verbinden: Dies ist eine sehr wichtige Einstellung, da hier festgelegt wird, für wie viele Tage sich der Client Vorrat an WUs anlegt. Eine höhere Zahl erhöht die Anzahl der Arbeit auf dem Computer. Eine zu hohe Zahl kann jedoch dazu führen, dass u.U. gar keine Arbeit geholt wird, da die WUs ablaufen könnten, bevor der Cache abgearbeitet wurde. Aus Erfahrungen haben sich Werte von "3" für eine ständige Internetverbindung sowie "5" für Modem-Nutzer bewährt.
Soll eine Bestätigung für Verbindungen ins Internet angezeigt werden?
Soll die Verbindung nach erfolgreichen Transfers beendet werden?
Maximale Download/Upload-Rate. Dieses Feld kann leer gelassen werden, wenn sich die Geschwindigkeit an die übliche Verbindungsgeschwindigkeit anpassen soll.
Eine feste Zeitspanne für die Nutzung des Internets
Bilddateiüberprüfung überspringen: standardmäßig auf "Nein"
2. projektspezifische Einstellungen
Diese Einstellungen können von Projekt zu Projekt voneinander abweichen. Hier auch als Beispiel SETI@home:
Ihr erreicht diese Einstellungen auf der Projekt-Webseite unter "Your Account" -> "Edit ... preferences" (je nach Projektname unterschiedlich).

Hier gibt es eine besonders wichtige Einstellung "Resource Share". Dieser Wert legt fest, wie viel Prozent der Prozessorzeit einem Projekt auf einem Client zugeteilt wird. Die möglichen Werte gehen hier von 1 bis etwa 2000.
Ein paar Beispiele zum Verständnis:
2 Projekte; P1=100, P2=100 => jedes Projekt bekommt 50% der Rechenzeit des Clients zugeteilt
2 Projekte; P1=100, P2=50 => P1 bekommt 2/3 der Rechenzeit und P2 bekommt 1/3
3 Projekte; P1=200, P2=100, P3=50 => P1 bekommt ca. 58%, P2 ca. 29% und P3 ca. 14%
Auf diese Weise kann jeder sehr flexibel seine Projektprioritäten festlegen.
3. ortsabhängige Einstellungen
BOINC erlaubt weiterhin die beiden genannten Einstellungsarten in bis zu 3 verschiedenen Versionen für verschiedene Ortsprofile zu speichern ("Home", "Work", "School"). Um dieses Feature effektiv nutzen zu können, müssen Sie ihren registrierten Computern in diesem Projekt einen entsprechenden Standort zuweisen. Dies können Sie durch Klicken auf einen Ihrer Computer in Ihrer Computerübersicht ("Your Account" -> "View Computers") tun. Diese Einstellungen sind nicht zwingend notwendig.
4. Account Management Systeme
Ab Version 5.4.x des BOINC-Managers können sog. Account Management Systeme (AMS) verwendet werden. Diese bieten die Möglichkeit alle seine Einstellungen von allen Projekten und Rechnern an einer zentralen Stelle zu verwalten. Da diese AMS noch sehr neu sind, wird es wohl von den Möglichkeiten auch einiges an Unterschieden geben. Man muss jeden Rechner, auf dem BOINC installiert ist, bei seinem AMS registrieren. Dies kann, nach der Registrierung auf der Seite des AMS, im BOINC-Manager über die Funktion "Bei einer Kontoverwaltung anmelden" getan werden.
Bekannte AMS:
BAM! von BOINCstats: http://bam.boincstats.com
GridRepublic: http://gridrepublic.org
Empfehlung:
Aus Erfahrung kann man BAM! empfehlen.
Die Vorteile:
Bei Projekten anmelden von einer einzigen Seite mit 2 Klicks
Die Kontodaten für alle Projekte auf einer einzigen Seite ändern.
Ressourcenanteile für alle Projekte auf einer einzigen Seite ändern.
Gründung, Beitritt oder Austritt von Teams für alle Projekte von einer einzigen Seite aus.
Die Rechner von dort bei Projekten anmelden, wo Du gerade bist.
Ändern des Ortes für den Rechner für alle Projekte auf einer einzelnen Seite.
Statistikupdates über SMS
BOINCstats anpassen, in der Rufbox posten, direkte Links zu Deinen detaillierten Statistiken und Rechnern.
5. Credits
Jedes Projekt vergibt Credits (Punkte) für getane Arbeit und zeigt Rankings auf seiner Seite ( Einzelbenutzer, Teams, etc. ).
Das Credit-System von BOINC stützt sich auf einen Referenz-Rechner mit folgenden Eigenschaften:
1 billion floating-point multiplies per second
1 billion integer multiplies per second
4 billion bytes per second of traffic to and from main memory (sequential, half reads and half writes)
Der Credit von BOINC nennt sich "Cobblestone" nach Jeff Cobb von SETI@home. Umgangssprachlich redet man allerdings von "Credits".
Jedenfalls gibt es einen Cobblestone für einen Tag Rechnerzeit des Referenzrechners.
Jedes Projekt speichert zwei Arten von Credits:
Total credit (alle gesammelten Cobblestones)
Recent average credit (durchschnittliche Tagescredits)
6. Teams
Verschiedene Teilnehmer in den Projekten können sich zu Teams zusammenschließen. Ein Team bekommt dann ebenfalls die Credits gutgeschrieben, die alle Teilnehmer während ihrer Mitgliedschaft erarbeiten. Für den Teilnehmer selbst gehen dabei keine Credits verloren.
Rund um die Teams haben sich bereits viele Communities gebildet, die Informationen in Foren austauschen und sich gegenseitig unterstützen.
Wie Sie unserem Team beitreten können, erfahren Sie hier